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Rot, gelb oder grün?

Ernährungsprojekt zum Thema „Übergewicht“ an der Ernst-Wiechert-Hauptschule

Was bedeutet die Abkürzung „BMI“? Was bedeutet das Wort „Adipositas“? Welche Lebensmittel enthalten viele Kohlenhydrate oder Fette? Was hat gesunde Ernährung mit Bewegung zu tun?  Was ist eine Ernährungsampel? Können Sie diese Fragen richtig beantworten?

Die Fünftklässler der Ernst-Wiechert-Hauptschule sind auf diesem Gebiet jetzt richtig fit. Von Januar bis Anfang März nahm die Klasse 5 an dem Ernährungsprojekt „Übergewicht“ der Aktion „Gesunde Schulen im Mühlenkreis“  teil. Unter fachkundiger Leitung der Ernährungsberaterin Frau Wortmann von der Signal Iduna IKK wurde das etwas heikle Thema, denn viele Schülerinnen und Schüler leiden heute unter Übergewicht, vorsichtig und schülergerecht erarbeitet. Dabei  lernten die Schüler, ihren eigenen BMI (Body-Mass-Index) zu berechnen und zu bewerten. In Partnerarbeit erstellten sie Tabel-len über das Verhältnis zwischen Essen und Bewegung. Um den Kaloriengehalt von z.B.  100 g Chips  (ca. 539 kcal) zu verbrauchen, muss ein Kind ca. 60 Minuten laufen! Da waren doch alle sehr er-staunt.

Wie gesunde Ernährung  umgesetzt werden kann, zeigte Frau Wortmann sehr anschaulich an der Ernährungspyramide. Dabei gab die Ernährungsberaterin den Schülern Tipps, was z.B. eine Portion Brot, Gemüse oder Obst bedeutet: eine Portion gleich eine Hand voll. Und am Beispiel eines kon-kreten Tagesplanes einer Mitschülerin konnten die Fünftklässler dann ganz einfach überprüfen, ob alle Nährstoffgruppen im richtigen Maß enthalten waren.  

Besonders beeindruckend war die Erarbeitung des Zuckergehaltes von verschiedenen Lebensmitteln. Die Schüler suchten auf den  Lebensmittelverpackungen den Zuckergehalt und rechneten ihn in Zuckerwürfel um. Die Ergebnisse waren für alle Schüler und auch für die anwesenden Klassenlehrer  erschreckend: in 0,3 l Apfelschorle stecken schon zehn Stück Würfelzucker und in einem Glas Nuss-Nougatcreme sind es sogar  88 Stück Würfelzucker.

In dem Ernährungsprojekt  gab es natürlich nicht nur theoretische Hinweise und Hilfen, sondern es wurde auch in der Schulküche praktisch gearbeitet. Mit viel Freude und Einsatzbereitschaft schnip-pelten die Schülerinnen und Schüler Obst für leckeren Obstsalat, der Teig für Vollkornbrötchen wur-de geknetet und fruchtige Milchshakes wurden für das gesunde Frühstück zubereitet, das dann in großer gemeinsamer Runde verzehrt wurde.

Damit die Schüler „gute“ und „schlechte“ Lebensmittel auch künftig  vor Augen haben, wurde mit der ganzen Klasse eine Ernährungsampel gebastelt. In Prospekten wurde geblättert, gesucht und ausge-schnitten. Auf das rote Plakat kamen alle Lebensmittel, von denen man jeden Tag  nur wenig essen darf (z.B. fett- oder zuckerhaltige Lebensmittel), auf das gelbe Plakat wurden die Milch-, Getreide- und Kartoffelgerichte geklebt und auf dem grünen Plakat gab es viele Obst- und Gemüsesorten sowie Mineralwasser und Obstsäfte. Anschließend wurde die Ernährungsampel im Klassenraum aufgehängt und bleibt den Schülern so auch in der nächsten Zeit vor Augen.

Abschließend kann gesagt werden, dass den Schülern das Ernährungsprojekt  nicht nur viel Spaß gemacht hat, sondern dass sie dabei auch viel für ihre eigene Ernährung gelernt haben. Dabei geht ein großes Danke schön an Frau Wortmann, die das Thema „Übergewicht“ wirklich auf die Zielgruppe der Fünftklässler passend erarbeitet hat.

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