Schulgemeinschaftstage an
der Ernst-Wiechert-Schule
Schulsozialarbeit
sorgt für ein gutes Klassenklima
Espelkamp. Völlig anders als erwartet, beginnt der
Unterricht des 5. Jahrgangs in diesen Tagen auf der Suche nach Vielfalt an
Stärken, Besonderheiten, Mentalitäten und Traditionen in den Räumen der
Hauptschule in Espelkamp und erlebt dabei die Bedeutung von individuellen und
kulturellen Unterschieden.
Bereits im sechsten Jahr bietet Ingo
Prein, Diplom Sozialpädagoge der Ernst-Wiechert-Schule, in Kooperation mit der ehemaligen
Praktikantin Selina Halford dieses praktisch- und handlungsorientierte Seminar
an, in dem es darum geht, sich mit der „eigenen
Persönlichkeit, mit eigenen Wertvorstellungen, Meinungen und
Lebensanschauungen, dem Miteinander und Gegeneinander in der
Klassengemeinschaft zu beschäftigen“, so Prein. „In unserer schulischen Arbeit machen wir immer mehr die Erfahrung, dass
viele Kinder und Jugendliche Probleme damit haben, zu lernen sich selbst und
andere sinnvoll anzunehmen und sich dementsprechend in ihrer Individualität und
in ihrer Soziabilität darzustellen“, erklärt Schulleiterin Anne Siek, die
das Projekt sehr begrüßt.
„Motivation und Erfolg als Klassenerlebnis ist auch sozialer Erfolg“,
sagt der Schulsozialarbeiter und erläutert weiterhin, dass diese Schlüsselqualifikationen
im Seminar spielerisch angesprochen werden. „Einander zuhören, Rücksicht nehmen und sich gegenseitig unterstützen
sind bleibende und prägende Erfahrungen“.
Die Klassengemeinschaft soll in diesem
zweitägigen Projekt gestärkt werden. Jeder findet seinen Platz in der noch
neuen Klassengemeinschaft die sich aus Schülerinnen und Schülern von
unterschiedlichen Grundschulen Espelkamps zusammensetzt. Ein weiterer Aspekt
ist die Persönlichkeitsbildung. Besonders im weiteren Schulalltag müssen sich
die Kinder und Jugendlichen bewusst werden, dass es immer gilt, Rücksicht auf
andere zu nehmen. Mit beruhigenden, aber auch spannenden Spielen und Aufträgen
lernen sie, aufeinander zuzugehen und miteinander zu lernen.
In diesem Jahr wurde zusätzlich zu den zwei Vormittagen ein
Grillabend organisiert. Hier hatten nicht nur die Schüler und Schülerinnen die
Möglichkeit, sich näher kennen zu lernen, sondern auch die Eltern der Kinder
und einige Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit, sich auszutauschen und die
Räumlichkeiten der Schule zu entdecken.
Der erste Eindruck, den wir von einem Menschen, einem Tier oder
einer Pflanze haben, ist nicht immer der richtige. Und manchmal ist das
Aussehen sogar ein Hindernis, etwas richtig zu erkennen. Letztlich
ist diese Erkenntnis auch Prävention von Gewalt in der Schule und somit eine
Basis um alternative Reaktionsmöglichkeiten beispielsweise in
Diskriminierungssituationen zu erarbeiten.
Die positiven Rückmeldungen der
Schülerinnen und Schüler als auch die der Eltern zeigten, dass diese Form der
Begegnung erwünscht ist, denn alle waren zufrieden und haben sich über die
Teilnahme sehr gefreut.